der kleine Flaggenwettkampf: größer, höher, auffälliger..Da wurden keine Kosten und Mühen gescheut
Auch ich habe mich schon seit meiner Ankunft auf den "dieciocho", den 18.9., gefreut. Nicht nur wegen des verlängerten Wochenendes, was ein erholsames Entspannen vom Kindergartenalltag bedeutet, sondern auch, weil es Richtung Süden gehen sollte, nach Puerto Montt, zu Martins Familie.
Zusammen mit Martin und Josefina, seiner Schwester, gings dann per Bus los, um die knackigen 1.200 km über Nacht zurückzulegen (und in Deutschland beschweren wir uns über 4-stündige Autofahrten irgendwohin). Ging dann aber zum Glück doch relativ schnell und war gar nich so unbequem (wegen der großen Entfernungen ist man hier mit ziemlich komfortablen Bussen ausgestattet, inklusive Wireless-Internet und Riesensitzen- der Bus war bequemer als mein Flug nach Chile, soviel dazu...). Im Süden wurden wir dann erstmal von Nebelschwaden und Regengüssen begrüßt- also das Chile, das ich am besten kenne: ungemütlich irgendwie und rauh, aber irgendwie liebenswert und schön. Das Wochenende haben wir dann vor allem mit Martins Familie verbracht- ich hab mich schon ewig drauf gefreut alle wiederzusehen, und am Samstag waren wir auf dem Bauernhof von Freunden zu einem Asado eingeladen, um die "dulce Patria" zu feiern... Am Sonntagabend wurde dann auch schon die Rückfahrt angetreten, wir wollten dem Horrorverkehr am Montagabend entgehen (alle Welt war übers Wochenende irgendwo auswärts von Santiago- und am Montag kam dann die Rückreisewelle)- also ging auch das lange Wochenende auch mal wieder viel zu schnell vorbei.
Heute war dann die Rückkehr an die Arbeit angesagt- ich hatte einen anstrengenden, aber trotzdem schönen Tag, deeenn:
1. heute ist Frühlingsanfang! Da fühlen sich die kalten Morgentemperaturen gleich besser an mit der kleinen Hoffnung auf Besserung ;)
2. ich bewohne seit heute mein endgültiges Zimmer! Nachdem Paul vor 10 Tagen abgereist ist, wurde hier noch jede Menge gewerkelt, erneuert und geputzt- und heute konnte ich endlich hier einziehen! Die nächsten Tage richte ich mich dann mal ein, im Moment ist alles noch ein wenig chaotisch- aber ich bin sehr glücklich darüber, jetzt nicht mehr provisorisch wohnen zu müssen. Ich wohne jetzt in einem kleinen Anbau, der nicht direkt mit dem Haus verbunden ist. Hier habe ich mein eigenes kleines Badezimmer und viel mehr Platz als in dem Zimmer, in dem ich vorher wohnte...Ein kleines Problem ist noch das Internet, das anfangs hier unten gar nicht funktionierte- nach ein bisschen rumprobieren (ich als große Technikerin.......) gings dann aber doch; drückt mir alle die Daumen, dass das auch so bleibt.
Das wars auch schon wieder von mir, liebe Grüße an alle!!! (auch wenn ich mich nicht oft bei jedem einzelnen melde, was einfach an Zeitmangel liegt)- also, fühlt euch alle umarmt ;)
die kleine, zuckersüße Sofía (3 Monate), die Tochter eine "Tía" im Kindergarten, in chilenischer Tracht
Asado!