Hola!
Obwohl es eigentlich keine großen Neuigkeiten gibt, wollte ich mich mal wieder auf meinem Blog zurückmelden. Stück für Stück komme ich immer mehr in meinen Alltag hier in dieser Riesenstadt mit der schlechtesten Luft die ich je geatmet hab (heute war es echt übel, an so feuchtkalten Tagen wie heute hat man echt das Gefühl dass die Abgase der ganzen Stadt in einer Dunstglocke über den Straßen hängen und man sie durchgehend einatmet, ich hatte echt keine Lust nach der Arbeit nochmal nach draußen zu gehen).
Die Arbeit im Kindergarten ist ziemlich erfüllend- mal lustig, mal schön, aber auch mal sehr anstrengend, zum Beispiel wenn die Kinder einfach nicht wahrhaben wollen, dass die "Steine im Kindergarten nicht fliegen", sondern auf dem Boden liegenbleiben... Schöne Erfahrungen sind dagegen, wenn man von Kindern morgens ganz freudig begrüßt wird oder wenn sie einem ganz selig die Babyschnecke zeigen, die sie gefunden haben und die in dem Moment dann das allergrößte ist (dann kommts auch schonmal vor, dass für die Schnecke so eine Fürsorge betrieben wird, dass sie im Badezimmer mit Seife gewaschen wird- da muss man die Motivation manchmal auch etwas bremsen...)
In der Zeit, die so übrig bleibt, gibts in Santiago eigentlich immer irgendwas zu tun, zum einen bin ich gerade dabei, ein Gefühl dafür zu bekommen wo was ist und in welchen Stadtteilen ich mich im Dunkeln besser nicht allein herumtreiben sollte und zum andern ist es schön, meine Freunde hier alle nach und nach wiederzusehen und auch Zeit mit Martin (meinem Freund, falls ihn jemand nicht kennen sollte) zu verbringen.
Die Stadt ist für mich zwar zu großen Teilen immer noch fremd, aber was mich bis jetzt am meisten beeindruckt und auch geschockt hat sind die riesigen Unterschiede und krassen Gegensätze zwischen Arm und Reich, zwischen extrem modernen Malls und Hauptstraßen mit Videoleinwänden und dann den unbefestigten und dreckigen Straßen in den ärmeren Stadtteilen, wo immer 1000 Hunde auf der Straße herumlaufen und wo die Menschen unter einfachsten Verhältnissen leben. Diese Gegensätze und riesigen sozialen Unterschiede erlebe ich jetzt zum ersten Mal so extrem, besonders weil ich während meiner bisherigen Zeit in Chile in einer Provinzstadt gelebt habe, in der sich die Menschen der verschiedenen sozialen Schichten einfach im Alltag vermischen. Die Grenzen zwischen armen und reichen Vierteln sind hier in Santiago aber, anders als in kleineren Städten, auch Grenzen zwischen den Menschen, da viele ihre Bereiche nur selten verlassen müssen- jeder Stadtteil hat seine eigenen Schulen, Supermärkte, seine eigene Mall und seinen eigenen Busfahrplan- wie kleine Städte, die manchmal echt vollkommen verschieden sind, auch wenn sie aneinander grenzen.
Ich sollte mich jetzt mal schlafen legen, morgen wartet mein erster langer Arbeitstag auf mich (8.00-16.30)- so wird es bald immer sein, wenn die beiden anderen Freiwilligen, Judith und Paul, zurück nach Deutschland gehen... Viele liebe Grüße in die Heimat! Alena
gestern, als mich Daniel, der Freiwilliger in Limache ist (einem Dorf ca. 2 Std von Santiago entfernt), besucht hat- auf dem Cerro Santa Lucia, einem der "Aussichtshügel" mitten in Santiago
der jetzt wohl bekannteste Zettel Chiles: patriotische Partystimmung (so kann mans vielleicht nennen) zu Ehren der eingeschlossenen Minenarbeiter im Norden
...auch das ist Santiago, auf einmal ein kleiner Pferdewagen mitten auf der 3spurigen Hauptstraße in der Stadt (und ich bin die einzige die sich wundert)
Montag, 30. August 2010
Dienstag, 24. August 2010
Fotitos!
...wie versprochen, ein paar "visuelle Eindrücke" aus Santiago:
Ausflug in den Park- und erste Anzeichen des chilenischen Frühlings
Micaela und María Jose.
Mein -vorübergehendes- Zuhause
neue Wegbegleiterin und wandelnde Heizung: die Katze meiner Gastmutter!
- neue Fotos und Berichte folgen so bald wie möglich. Liebe Grüße an alle, die meinen Blog verfolgen! (und danke an Paul für die Kindergartenfotos)
Alena
Ausflug in den Park- und erste Anzeichen des chilenischen Frühlings
Micaela und María Jose.
Mein -vorübergehendes- Zuhause
neue Wegbegleiterin und wandelnde Heizung: die Katze meiner Gastmutter!
- neue Fotos und Berichte folgen so bald wie möglich. Liebe Grüße an alle, die meinen Blog verfolgen! (und danke an Paul für die Kindergartenfotos)
Alena
Sonntag, 22. August 2010
Llegué a Santiago!
-endlich angekommen!Vor einer Woche nun schon, aber gut, der Eintrag kommt besser spät als nie.
Letzten Sonntag habe ich also die lange Reise angetreten, von Hannover über Frankfurt, Rio de Janeiro und Sao Paulo nach Santiago de Chile. Der Abschied von Familie, Freunden und von meinem Zuhause allgemein fielen natürlich schwer, aber im Flugzeug nahm die Vorfreude und auch die Nervosität überhand. Nach viiiielen Stunden und einigen Auseinandersetzungen mit der brasilianischen Immigrationspolizei sowie dem Gepäckservice von Tam Airlines kam ich in Santiago an, vollkommen übermüdet, aber zufrieden. Am Flughafen wurde ich von meinem Freund und einigen chilenischen Freunden empfangen- trotz der wahnsinnigen Müdigkeit war ich sehr froh, endlich da zu sein und sie alle wiederzusehen. Noch am selben Abend habe ich meine Gastmutter und mein neues Zuhause für ein Jahr kennengelernt und mich gleich wohlgefühlt. Wir wohnen in einem kleinen, aber sehr gemütlichen Haus in La Reina, einem Stadtteil von Santiago. Momentan bin ich nicht die einzige Deutsche im Haus; Paul, der noch bis September als Freiwilliger in der gleichen Einrichtung arbeitet wie ich, wohnt ebenfalls hier und steht mir bei so manchen Problemen und Verrwirrungen zur Seite; das Bus- und Straßensystem von Santiago ist dann doch etwas komplizierter als das in der Wedemark oder in Hannover...
Am Donnerstag hatte ich dann meinen ersten Arbeitstag im Kindergarten und war gleich sehr erleichtert und froh über einen so guten Einstieg. Sowohl die Erzieherinnen als auch die Kinder sind sehr lieb und haben mich herzlich aufgenommen und es war ein sehr schönes Gefühl, sich schon ab dem ersten Tag eingebunden zu fühlen und nicht nur Außenstehender zu sein. Neben den normalen Aktivitäten wie gemeinsamen Mahlzeiten und Spaziergängen durch das Viertel konnte ich die Kinder am Freitag bei einem Ausflug in eine Art großen Garten begleiten, in dem sie ihre eigenen kleinen Beete angelegt haben und Dinge wie Zwiebeln, Petersilien usw anpflanzen. Als totaler Kontrast zur lauten und (noch) wintergrauen Großstadt Santiago ist der wöchentliche Ausflug in diesen Park wohl nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Erzieher/innen eine Chance zum Durchatmen und Entspannen.
Morgen geht es wieder früh los zur Arbeit; der Kindergarten liegt ca. 30 Minuten Busfahrt entfernt und in der morgendlichen Kälte fällt das Aufstehen nicht leicht- sobald die Sonne sich ihren Weg über die Berge und durch den Smog über der Stadt gebahnt hat, steigen die Temperaturen allerdings schon beachtlich (der Gedanke daran erleichtert das Aufstehen wieder ein wenig).
In den nächsten Tagen werden Fotos folgen, die meine ersten Eindrücke ein wenig unterstreichen- es lohnt sich also, ab und zu mal hier vorbeizuschauen.
Buenas noches! (Gute Nacht)
Alena
Letzten Sonntag habe ich also die lange Reise angetreten, von Hannover über Frankfurt, Rio de Janeiro und Sao Paulo nach Santiago de Chile. Der Abschied von Familie, Freunden und von meinem Zuhause allgemein fielen natürlich schwer, aber im Flugzeug nahm die Vorfreude und auch die Nervosität überhand. Nach viiiielen Stunden und einigen Auseinandersetzungen mit der brasilianischen Immigrationspolizei sowie dem Gepäckservice von Tam Airlines kam ich in Santiago an, vollkommen übermüdet, aber zufrieden. Am Flughafen wurde ich von meinem Freund und einigen chilenischen Freunden empfangen- trotz der wahnsinnigen Müdigkeit war ich sehr froh, endlich da zu sein und sie alle wiederzusehen. Noch am selben Abend habe ich meine Gastmutter und mein neues Zuhause für ein Jahr kennengelernt und mich gleich wohlgefühlt. Wir wohnen in einem kleinen, aber sehr gemütlichen Haus in La Reina, einem Stadtteil von Santiago. Momentan bin ich nicht die einzige Deutsche im Haus; Paul, der noch bis September als Freiwilliger in der gleichen Einrichtung arbeitet wie ich, wohnt ebenfalls hier und steht mir bei so manchen Problemen und Verrwirrungen zur Seite; das Bus- und Straßensystem von Santiago ist dann doch etwas komplizierter als das in der Wedemark oder in Hannover...
Am Donnerstag hatte ich dann meinen ersten Arbeitstag im Kindergarten und war gleich sehr erleichtert und froh über einen so guten Einstieg. Sowohl die Erzieherinnen als auch die Kinder sind sehr lieb und haben mich herzlich aufgenommen und es war ein sehr schönes Gefühl, sich schon ab dem ersten Tag eingebunden zu fühlen und nicht nur Außenstehender zu sein. Neben den normalen Aktivitäten wie gemeinsamen Mahlzeiten und Spaziergängen durch das Viertel konnte ich die Kinder am Freitag bei einem Ausflug in eine Art großen Garten begleiten, in dem sie ihre eigenen kleinen Beete angelegt haben und Dinge wie Zwiebeln, Petersilien usw anpflanzen. Als totaler Kontrast zur lauten und (noch) wintergrauen Großstadt Santiago ist der wöchentliche Ausflug in diesen Park wohl nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Erzieher/innen eine Chance zum Durchatmen und Entspannen.
Morgen geht es wieder früh los zur Arbeit; der Kindergarten liegt ca. 30 Minuten Busfahrt entfernt und in der morgendlichen Kälte fällt das Aufstehen nicht leicht- sobald die Sonne sich ihren Weg über die Berge und durch den Smog über der Stadt gebahnt hat, steigen die Temperaturen allerdings schon beachtlich (der Gedanke daran erleichtert das Aufstehen wieder ein wenig).
In den nächsten Tagen werden Fotos folgen, die meine ersten Eindrücke ein wenig unterstreichen- es lohnt sich also, ab und zu mal hier vorbeizuschauen.
Buenas noches! (Gute Nacht)
Alena
Donnerstag, 12. August 2010
Hallo liebe Leser,
willkommen auf meinem Blog! Ich habe mich entschieden, keine regelmäßigen Rundmails o.ä. zu versenden, sondern an dieser Stelle ab und zu von mir hören zu lassen. Alle Freunde, Bekannten, Familienmitglieder und natürlich besonders diejenigen, die zu meinem Förderkreis gehören und die mir somit dieses Jahr zu großen Teilen mit ermöglicht haben, sind auf meinem Blog herzlich willkommen, ich freue mich über jeden Leser und jede Nachricht von euch/Ihnen allen!
Ich werde versuchen, hier so oft wie möglich über meine Erlebnisse und Eindrücke während meines Jahres in Chile zu berichten und auch das eine oder andere Foto zu posten.
Am Sonntag geht es nun auch schon los in die Ferne- Chile ist mir als Land zwar vielleicht nicht mehr ganz unbekannt, aber trotzdem liegt jede Menge Neues vor mir: die Arbeit als Freiwillige im Kindergarten "Centro de Desarrollo Kaspar Hauser"(http://www.kasparhauser.cl/), das neue Zuhause für ein Jahr, die Wahnsinnsstadt Santiago, die ich in meinen bisherigen 2 Wochen dort noch nicht wirklich "erfassen" konnte und so weiter.
Trotz der Nervosität fühle ich mich bestens vorbereitet auf das Jahr, und das liegt nicht zuletzt an dem 10-tägigen Vorbereitungsseminar, von dem ich am Montag zurückgekehrt bin. Dort habe ich nicht nur viele liebe und interessante Menschen getroffen, die ebenfalls einen Freiwilligendienst in Lateinamerika vor sich haben, sondern wurde auch ausführlich auf sämtliche Höhen und Tiefen des Lebens als Freiwillige vorbereitet...Also kann ja quasi gar nichts mehr schief gehen ;)
Die letzten Tage vorm Abflug sind mit viel Stress verbunden- letzte Arztbesuche, jede Menge Organisatorisches, dann noch ab morgen das berühmte (und gefürchtete) Packen und schließlich auch der Abschied, der ja irgendwie nie angenehm ist, stehen noch bevor, bis es dann am Sonntag um 19.15 Uhr endgültig losgeht.
Ich werde mich nach meiner Ankunft so bald wie möglich wieder melden und von meinen ersten Eindrücken berichten.
Liebe Grüße,
Alena
willkommen auf meinem Blog! Ich habe mich entschieden, keine regelmäßigen Rundmails o.ä. zu versenden, sondern an dieser Stelle ab und zu von mir hören zu lassen. Alle Freunde, Bekannten, Familienmitglieder und natürlich besonders diejenigen, die zu meinem Förderkreis gehören und die mir somit dieses Jahr zu großen Teilen mit ermöglicht haben, sind auf meinem Blog herzlich willkommen, ich freue mich über jeden Leser und jede Nachricht von euch/Ihnen allen!
Ich werde versuchen, hier so oft wie möglich über meine Erlebnisse und Eindrücke während meines Jahres in Chile zu berichten und auch das eine oder andere Foto zu posten.
Am Sonntag geht es nun auch schon los in die Ferne- Chile ist mir als Land zwar vielleicht nicht mehr ganz unbekannt, aber trotzdem liegt jede Menge Neues vor mir: die Arbeit als Freiwillige im Kindergarten "Centro de Desarrollo Kaspar Hauser"(http://www.kasparhauser.cl/), das neue Zuhause für ein Jahr, die Wahnsinnsstadt Santiago, die ich in meinen bisherigen 2 Wochen dort noch nicht wirklich "erfassen" konnte und so weiter.
Trotz der Nervosität fühle ich mich bestens vorbereitet auf das Jahr, und das liegt nicht zuletzt an dem 10-tägigen Vorbereitungsseminar, von dem ich am Montag zurückgekehrt bin. Dort habe ich nicht nur viele liebe und interessante Menschen getroffen, die ebenfalls einen Freiwilligendienst in Lateinamerika vor sich haben, sondern wurde auch ausführlich auf sämtliche Höhen und Tiefen des Lebens als Freiwillige vorbereitet...Also kann ja quasi gar nichts mehr schief gehen ;)
Die letzten Tage vorm Abflug sind mit viel Stress verbunden- letzte Arztbesuche, jede Menge Organisatorisches, dann noch ab morgen das berühmte (und gefürchtete) Packen und schließlich auch der Abschied, der ja irgendwie nie angenehm ist, stehen noch bevor, bis es dann am Sonntag um 19.15 Uhr endgültig losgeht.
Ich werde mich nach meiner Ankunft so bald wie möglich wieder melden und von meinen ersten Eindrücken berichten.
Liebe Grüße,
Alena
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