-endlich angekommen!Vor einer Woche nun schon, aber gut, der Eintrag kommt besser spät als nie.
Letzten Sonntag habe ich also die lange Reise angetreten, von Hannover über Frankfurt, Rio de Janeiro und Sao Paulo nach Santiago de Chile. Der Abschied von Familie, Freunden und von meinem Zuhause allgemein fielen natürlich schwer, aber im Flugzeug nahm die Vorfreude und auch die Nervosität überhand. Nach viiiielen Stunden und einigen Auseinandersetzungen mit der brasilianischen Immigrationspolizei sowie dem Gepäckservice von Tam Airlines kam ich in Santiago an, vollkommen übermüdet, aber zufrieden. Am Flughafen wurde ich von meinem Freund und einigen chilenischen Freunden empfangen- trotz der wahnsinnigen Müdigkeit war ich sehr froh, endlich da zu sein und sie alle wiederzusehen. Noch am selben Abend habe ich meine Gastmutter und mein neues Zuhause für ein Jahr kennengelernt und mich gleich wohlgefühlt. Wir wohnen in einem kleinen, aber sehr gemütlichen Haus in La Reina, einem Stadtteil von Santiago. Momentan bin ich nicht die einzige Deutsche im Haus; Paul, der noch bis September als Freiwilliger in der gleichen Einrichtung arbeitet wie ich, wohnt ebenfalls hier und steht mir bei so manchen Problemen und Verrwirrungen zur Seite; das Bus- und Straßensystem von Santiago ist dann doch etwas komplizierter als das in der Wedemark oder in Hannover...
Am Donnerstag hatte ich dann meinen ersten Arbeitstag im Kindergarten und war gleich sehr erleichtert und froh über einen so guten Einstieg. Sowohl die Erzieherinnen als auch die Kinder sind sehr lieb und haben mich herzlich aufgenommen und es war ein sehr schönes Gefühl, sich schon ab dem ersten Tag eingebunden zu fühlen und nicht nur Außenstehender zu sein. Neben den normalen Aktivitäten wie gemeinsamen Mahlzeiten und Spaziergängen durch das Viertel konnte ich die Kinder am Freitag bei einem Ausflug in eine Art großen Garten begleiten, in dem sie ihre eigenen kleinen Beete angelegt haben und Dinge wie Zwiebeln, Petersilien usw anpflanzen. Als totaler Kontrast zur lauten und (noch) wintergrauen Großstadt Santiago ist der wöchentliche Ausflug in diesen Park wohl nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Erzieher/innen eine Chance zum Durchatmen und Entspannen.
Morgen geht es wieder früh los zur Arbeit; der Kindergarten liegt ca. 30 Minuten Busfahrt entfernt und in der morgendlichen Kälte fällt das Aufstehen nicht leicht- sobald die Sonne sich ihren Weg über die Berge und durch den Smog über der Stadt gebahnt hat, steigen die Temperaturen allerdings schon beachtlich (der Gedanke daran erleichtert das Aufstehen wieder ein wenig).
In den nächsten Tagen werden Fotos folgen, die meine ersten Eindrücke ein wenig unterstreichen- es lohnt sich also, ab und zu mal hier vorbeizuschauen.
Buenas noches! (Gute Nacht)
Alena
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