Hallo an alle, die mir als Leser noch treu geblieben sind...trotz der ziemlich unregelmäßigen Einträge!
Als ich vor ein paar Tagen mal in meinen Kalender geguckt hab, ist mir bewusst geworden, dass es schon Mitte November ist! Das heißt: ich bin seit 3 Monaten hier und habe schon ¼ meiner Weltwärts- Zeit hier hinter mir! Das war erstmal der totale Schock, als mir das so bewusst wurde...Wenn ich gefragt werde seit wann ich denn schon hier sei, antworte ich immer, ich sei erst vor kurzem angekommen- stimmt ja irgendwie nicht mehr ganz!
3 Monate- das bedeutet im Weltwärts-Programm, dass man die erste Bilanz ziehen muss. Alle 3 Monate muss ein Zwischenbericht angefertigt werden, den man an seine Organisation schickt. Obwohl es in dem Bericht eigentlich nur um meine Arbeit geht und inwiefern ich mit dieser zufrieden bin, musste ich ganz schön nachdenken- wie soll ich 3 Monate mit vielen Hochs und Tiefs auf knapp einer Seite zusammenfassen? Da waren die Tage, an denen ich vor Erschöpfung im Bus auf dem Weg nach Hause eingeschlafen bin, weil die Kinder auch den letzten Rest meiner Energie aufgebraucht hatten... Tage, an denen ich mich bei der Arbeit über vieles aufgeregt und mich irgendwie ausgenutzt gefühlt habe. Und dann andererseits auch solche Tage, an denen sowohl Kinder, als auch Kolleginnen mir eigentlich nur Freude gemacht haben und an denen ich mit dem guten Gefühl nach Hause gehen konnte, im Kindergarten eine echte Hilfe zu sein. Und wie sollte ich daraus nun die Bilanz ziehen? Nach einigem Überlegen sieht meine erste Bilanz nun so aus, dass ich sehr zufrieden mit allem bin. Ich komme zwar täglich total erschöpft von der Arbeit und brauche entweder eine Pause oder eine Dose Red Bull, um abends noch etwas unternehmen zu können, aber letztendlich bin ich doch glücklich, in dieser Einrichtung gelandet zu sein- vor allem wegen der Kinder, die ich mittlerweile echt ins Herz geschlossen habe.
Und wie die Zeit so im Fluge vergangen ist, stehen schon die Sommerferien vor der Tür! In einem Monat geht es für mich schon zum Zwischenseminar in Buenos Aires und danach nach Puerto Montt, um da mit Martin und seiner Familie Weihnachten und Neujahr zu verbringen. Und auch unser Brasilien-Trip ist jetzt gebucht: vom 21. bis 28. Januar geht es nach Buzios in der Nähe von Rio da Janeiro... Wohlverdiente Ferien!
Und wo ich schon mal am Bilanz ziehen bin, kann ich das ja auch gleich mal für die Zeit außerhalb der Arbeit weiterführen: ich bin sehr glücklich hier, erstmal natürlich, weil ich viel Zeit mit Martin verbringen kann, aber auch, weil ich mich in Chile (das ist ja nichts neues)- und auch in Santiago, obwohl es nicht die schönste Stadt der Welt ist- einfach total wohl fühle. Ich hab hier nicht nur alte Freunde wiedergetroffen, sondern auch neue kennengelernt. Manchmal ist es zwar irgendwie komisch, als einzige nie lernen zu müssen und z.B. am Wochenende eigentlich keine Verpflichtungen für Uni o.ä. zu haben (okay, es lässt sich damit leben würd ich sagen..;) Aber wenn alle anderen lernen müssen, kanns auch langweilig werden)- aber naja, in dieser Stadt findet man eigentlich immer was zu tun. Auch wenn das dann auf Aktionen hinausläuft wie beispielsweise meine Tour in die „Mall Chino“, die quasi „Mini-Chinatown“ von Santiago (zwischen all den Chinesen, die auf Spanisch nichts außer den Preisen ihrer Ware sagen konnten, fühlte ich mich gar nicht mehr als Ausländerin, auch ein Vorteil), gibt es immer irgendwas neues zu sehen, deshalb ist es auch schwer, dass es mal echt richtig langweilig wird... Und wenn doch, könnte man sich auch einfach in einen der Busse setzen, die mit Vollgas durch die vollen Straßen brettern und die Türen schon vor der waghalsigen Vollbremsung vor der Haltestelle aufmachen... Da ist einem als Europäer garantiert nicht mehr langweilig, es sei denn man hat sich schon dran gewöhnt... Ich dachte das sei bei mir der Fall, bis ich letzte Woche eines morgens auf die tolle Idee kam, mir am Kiosk neben der Bushaltestelle einen Becher Tee zu kaufen - für den Weg- Resultat waren dann einige Vollbremsungen später verbrannte Hände und viele mitleidige Gesichter um mich rum...Das passiert, wenn man nicht nachdenkt über die kleinen Besonderheiten im chilenischen Alltag- aber ich hab dazugelernt!
so, jetzt verabschiede ich mich mal wieder- wie nach so gut wie jedem Blogeintrag- ins Bett. Nachdem ich weder am Wochenende, noch in den letzten beiden Nächten genug geschlafen habe, wäre das mal wieder ratsam... Abrazos! Alena
Sonntag, 21. November 2010
Mittwoch, 27. Oktober 2010
:)
Hallo an alle!
Hier kommt mal wieder eine Meldung aus dem- inzwischen ziemlich sommerlichen-Santiago!
Mit den morgendlichen Sonnenstrahlen und der Hoffnung auf einen warmen Tag fällt das Aufstehen immer leichter- auch wenn ein arbeitsreicher Tag auf mich wartet.
Im Kindergarten ist im Moment- passend zum Frühling- ein produktives Durcheinander im Gange. Für zwei Wochen helfen uns zwei Freiwillige aus dem Colegio Rudolf Steiner, der großen Waldorfschule hier in Santiago für besser betuchte Familien: Emilia und Virgilio aus der 10. Klasse dieser Schule absolvieren bei uns im Kindergarten ihr Sozialpraktikum und packen bei den Arbeiten, die für diesen Frühling so anstehen, ordentlich mit an.
Der Hof des Kindergartens war bisher mit Kies ausgelegt- eine für einen Kindergarten denkbar schlechte Idee, denn was ist wohl der erste Gedanke eines 4-jährigen beim Anblick von Kieselsteinen?- richtig, Steine werfen, Steine in den Mund stecken etc. Deshalb sollte nun ein bisschen Veränderung her- in den letzten Tagen habe ich mit den beiden „Kurzzeitfreiwilligen“ den gesamten Kies auf Haufen zusammengetragen und dann mit Schaufeln eimerweise abgefüllt und auf einen Platz hinterm Kindergarten getragen. Der Kies soll nun durch groben Sand ersetzt werden- mal sehen wie das mit zunehmender Hitze so wird, da der Platz sowieso sehr staubig und trocken ist. Außerdem mussten die Sträucher im Kindergarten zugeschnitten und der Sand im Sandkasten ausgetauscht werden- eine Menge zu tun also, mal sehen ob wir die Arbeiten bis Ende der Woche so weit fertig bekommen!
Auch in der Freizeit genieß ich die Sonne natürlich, so gut es geht- und wo geht das besser als am Meer?! -deshalb bin ich vorletztes Wochenende zusammen mit Martin, Jose und Nacho nach La Serena gefahren, eine Stadt ca. 5 Autostunden nördlich von Santiago gelegen. Für so einen schönen Blick aufs Meer aus dem Fenster von Nachos Appartment (unser Glück: die Eltern von Nacho, einem Freund von Martin, haben ein Appartment in dieser schönen Stadt) haben wir auch Strapazen wie die Busfahrt direkt neben der Klotür und leicht einseitige Ernährung aufgrund Geldmangels (2 Riesenpackungen Billighamburger und Nudeln) in Kauf genommen. Leider hatten wir nur zwei Tage Zeit, deshalb haben wir Highlights wie z.B. das Casino von La Serena verpasst...Aber naja, das war sicherlich nicht der letzte Ausflug dorthin, ein leeres Appartment am Strand ist schon eine einladende Sache! ;)
Aber was jetzt erstmal einladend ist, ist mein Bett- ich habe die letzten Nächte nicht genug geschlafen und komme immer seeehr erschöpft von der Arbeit, da tut ein bisschen mehr Schlaf heute bestimmt mal gut!
Liebe Grüße in das, wie ich höre, mittlerweile ziemlich kalte und dunkle Deutschland, das ich trotzdem manchmal vermisse (was ich nicht in manchen Momenten für deutsches Brot oder eine Daunenbettdecke tun würde.. ;) )
Ich lass von mir hören!
Alena
mit der kleinen Sofia und ihrer Mama Yanette
Micaela- der gewagte Sprung von der Schaukel ;)
..es leben die Wochenenden: mit Martin in La Serena
Montag, 11. Oktober 2010
Lebenszeichen ;)
-JA, es gibt mich noch...Auch wenn ich mich hier so selten melde!
Aber das liegt einfach daran, dass ich hier nun schon so weit im Alltag bin, dass die Tage einfach so ins Land gehen, ohne dass ich es merke..Und dann sind auch im Flug schon wieder 2 Wochen vergangen!
Viel Neues gibt es im Prinzip nicht; es geht alles seinen gewohnten Gang...;) Dadurch, dass es wohl zu den Grundsätzen der Waldorfpädagogik gehört, im Kindergarten einen ganz festen Tagesablauf zu haben, läuft die Arbeit mittlerweile relativ routiniert ab- die Abfolge von Morgenrunde, Spaziergang, Frühstück, Freispielzeit, Geschichte, Mittagessen etc wird eigentlich immer eingehalten- höchstens werden an bestimmten Tagen einige Bestandteile ausgetauscht, so führt der Spaziergang Mittwochs z.B. über den Markt der Comuna Penalolén, wo wir frisches Obst und Gemüse für den Kindergarten einkaufen. Freitags verbringen wir die Freispielzeit nach wie vor mit den Kindern im "Herbarium", wo im von den Kindern angelegten Garten die Tomaten-, Petersilien- und Salatpflanzen kräftig wachsen. Ansonsten halten sich die Neuigkeiten, was die Arbeit betrifft, allerdings in Grenzen- seit Ende September bin ich nun die einzige Freiwillige im Centro de Desarrollo Kaspar Hauser und freue mich schon auf die Ankunft meines baldigen Mitfreiwilligen Julian, der so wie es aussieht im November ankommen wird...Erstmal schön, nicht mehr die einzige zu sein, und außerdem natürlich eine große Entlastung, weil wir uns viele Aufgaben teilen können.
Was die Freizeit betrifft, habe ich ein sehr entspanntes Wochenende hinter mir- während Martin zusammen mit zwei Freunden das ganze Wochenende gelernt hat, war ich mit im Appartment von Nacho, einem der Freunde, und hab den größten Teil der Zeit bei schönstem Sonnenschein und 26 Grad am Pool verbracht- so lässts sich leben! Ansonsten geht auch in der arbeitsfreien Zeit alles seinen gewohnten Gang; ich verbringe viel Zeit mit Martin oder treffe andere Freunde; allerdings sind alle meine Freunde hier, die ich seit meinem Austausch oder über Martin kenne, mitten in ihrem Unialltag und müssen viel lernen, was bei mir ja eher nicht der Fall ist...Auf jeden Fall ziemlich entspannend, nach der Arbeit einfach nach Hause zu gehen und das zu machen, worauf man Lust hat!
Was es außerdem noch zu erzählen gibt, ist dass ich letzte Woche ein paar Flüge eingekauft habe: am 16.12. geht es nach Buenos Aires zum Zwischenseminar meiner Organisation, am 22.12. von dort aus nach Puerto Montt, um dort Weihnachten und Silvester zu verbringen..Und zu guter letzt hab ich dann auch meinen Rückflug gebucht (das muss man wegen der Kosten von der Organisation aus möglichst früh machen- also hab ich das schonmal erledigt: ich bin am 12.8. nächstes Jahr um 18:30 in Hannover! )
Jetzt werde ich mal meinen schönen letzten Wochenendtag ausklingen lassen und die Sonne genießen, bevor es morgen früh zurück an die Arbeit geht. Viele Grüße nach Deutschland! :)
Aber das liegt einfach daran, dass ich hier nun schon so weit im Alltag bin, dass die Tage einfach so ins Land gehen, ohne dass ich es merke..Und dann sind auch im Flug schon wieder 2 Wochen vergangen!
Viel Neues gibt es im Prinzip nicht; es geht alles seinen gewohnten Gang...;) Dadurch, dass es wohl zu den Grundsätzen der Waldorfpädagogik gehört, im Kindergarten einen ganz festen Tagesablauf zu haben, läuft die Arbeit mittlerweile relativ routiniert ab- die Abfolge von Morgenrunde, Spaziergang, Frühstück, Freispielzeit, Geschichte, Mittagessen etc wird eigentlich immer eingehalten- höchstens werden an bestimmten Tagen einige Bestandteile ausgetauscht, so führt der Spaziergang Mittwochs z.B. über den Markt der Comuna Penalolén, wo wir frisches Obst und Gemüse für den Kindergarten einkaufen. Freitags verbringen wir die Freispielzeit nach wie vor mit den Kindern im "Herbarium", wo im von den Kindern angelegten Garten die Tomaten-, Petersilien- und Salatpflanzen kräftig wachsen. Ansonsten halten sich die Neuigkeiten, was die Arbeit betrifft, allerdings in Grenzen- seit Ende September bin ich nun die einzige Freiwillige im Centro de Desarrollo Kaspar Hauser und freue mich schon auf die Ankunft meines baldigen Mitfreiwilligen Julian, der so wie es aussieht im November ankommen wird...Erstmal schön, nicht mehr die einzige zu sein, und außerdem natürlich eine große Entlastung, weil wir uns viele Aufgaben teilen können.
Was die Freizeit betrifft, habe ich ein sehr entspanntes Wochenende hinter mir- während Martin zusammen mit zwei Freunden das ganze Wochenende gelernt hat, war ich mit im Appartment von Nacho, einem der Freunde, und hab den größten Teil der Zeit bei schönstem Sonnenschein und 26 Grad am Pool verbracht- so lässts sich leben! Ansonsten geht auch in der arbeitsfreien Zeit alles seinen gewohnten Gang; ich verbringe viel Zeit mit Martin oder treffe andere Freunde; allerdings sind alle meine Freunde hier, die ich seit meinem Austausch oder über Martin kenne, mitten in ihrem Unialltag und müssen viel lernen, was bei mir ja eher nicht der Fall ist...Auf jeden Fall ziemlich entspannend, nach der Arbeit einfach nach Hause zu gehen und das zu machen, worauf man Lust hat!
Was es außerdem noch zu erzählen gibt, ist dass ich letzte Woche ein paar Flüge eingekauft habe: am 16.12. geht es nach Buenos Aires zum Zwischenseminar meiner Organisation, am 22.12. von dort aus nach Puerto Montt, um dort Weihnachten und Silvester zu verbringen..Und zu guter letzt hab ich dann auch meinen Rückflug gebucht (das muss man wegen der Kosten von der Organisation aus möglichst früh machen- also hab ich das schonmal erledigt: ich bin am 12.8. nächstes Jahr um 18:30 in Hannover! )
Jetzt werde ich mal meinen schönen letzten Wochenendtag ausklingen lassen und die Sonne genießen, bevor es morgen früh zurück an die Arbeit geht. Viele Grüße nach Deutschland! :)
fotogenica!
Santiago I
Santiago II
Dienstag, 21. September 2010
de vuelta en la capital - zurück in der Hauptstadt!
der kleine Flaggenwettkampf: größer, höher, auffälliger..Da wurden keine Kosten und Mühen gescheut
Auch ich habe mich schon seit meiner Ankunft auf den "dieciocho", den 18.9., gefreut. Nicht nur wegen des verlängerten Wochenendes, was ein erholsames Entspannen vom Kindergartenalltag bedeutet, sondern auch, weil es Richtung Süden gehen sollte, nach Puerto Montt, zu Martins Familie.
Zusammen mit Martin und Josefina, seiner Schwester, gings dann per Bus los, um die knackigen 1.200 km über Nacht zurückzulegen (und in Deutschland beschweren wir uns über 4-stündige Autofahrten irgendwohin). Ging dann aber zum Glück doch relativ schnell und war gar nich so unbequem (wegen der großen Entfernungen ist man hier mit ziemlich komfortablen Bussen ausgestattet, inklusive Wireless-Internet und Riesensitzen- der Bus war bequemer als mein Flug nach Chile, soviel dazu...). Im Süden wurden wir dann erstmal von Nebelschwaden und Regengüssen begrüßt- also das Chile, das ich am besten kenne: ungemütlich irgendwie und rauh, aber irgendwie liebenswert und schön. Das Wochenende haben wir dann vor allem mit Martins Familie verbracht- ich hab mich schon ewig drauf gefreut alle wiederzusehen, und am Samstag waren wir auf dem Bauernhof von Freunden zu einem Asado eingeladen, um die "dulce Patria" zu feiern... Am Sonntagabend wurde dann auch schon die Rückfahrt angetreten, wir wollten dem Horrorverkehr am Montagabend entgehen (alle Welt war übers Wochenende irgendwo auswärts von Santiago- und am Montag kam dann die Rückreisewelle)- also ging auch das lange Wochenende auch mal wieder viel zu schnell vorbei.
Heute war dann die Rückkehr an die Arbeit angesagt- ich hatte einen anstrengenden, aber trotzdem schönen Tag, deeenn:
1. heute ist Frühlingsanfang! Da fühlen sich die kalten Morgentemperaturen gleich besser an mit der kleinen Hoffnung auf Besserung ;)
2. ich bewohne seit heute mein endgültiges Zimmer! Nachdem Paul vor 10 Tagen abgereist ist, wurde hier noch jede Menge gewerkelt, erneuert und geputzt- und heute konnte ich endlich hier einziehen! Die nächsten Tage richte ich mich dann mal ein, im Moment ist alles noch ein wenig chaotisch- aber ich bin sehr glücklich darüber, jetzt nicht mehr provisorisch wohnen zu müssen. Ich wohne jetzt in einem kleinen Anbau, der nicht direkt mit dem Haus verbunden ist. Hier habe ich mein eigenes kleines Badezimmer und viel mehr Platz als in dem Zimmer, in dem ich vorher wohnte...Ein kleines Problem ist noch das Internet, das anfangs hier unten gar nicht funktionierte- nach ein bisschen rumprobieren (ich als große Technikerin.......) gings dann aber doch; drückt mir alle die Daumen, dass das auch so bleibt.
Das wars auch schon wieder von mir, liebe Grüße an alle!!! (auch wenn ich mich nicht oft bei jedem einzelnen melde, was einfach an Zeitmangel liegt)- also, fühlt euch alle umarmt ;)
die kleine, zuckersüße Sofía (3 Monate), die Tochter eine "Tía" im Kindergarten, in chilenischer Tracht
Asado!
Freitag, 10. September 2010
Hallo an alle!
ich lasse mal wieder was von mir hören- mit einem etwas schlechten Gewissen, mich eine ganze Weile gar nicht hier gemeldet zu haben. Seitdem ich 100% im Kindergarten eingebunden bin und jeden Tag bis 16.30 oder 17 Uhr dort bleibe, wird die Zeit etwas knapp... Nach dem anstrengenden Kindergartentag gibt es immer etwas zu tun- Martin treffen, etwas mit anderen Freunden hier unternehmen oder Santiago ein bisschen besser entdecken- und danach falle ich meistens vollkommen müde ins Bett.
Also nutze ich jetzt mal einen kleinen Moment, den ich hier zu Hause sitze, um mich zurückzumelden. Hier geht es jetzt langsam auf den 18. September zu, den chilenischen Nationalfeiertag- dieses Jahr sogar ein ganz besonderer : Chile feiert 200 Jahr Unabhängigkeit..Und zwar ordentlich. Nach und nach taucht an jedem Haus und an jeder offiziellen Einrichtung (egal ob Schule, Bürogebäude oder Supermarkt) eine Flagge (oder auch gerne mal 50 Flaggen) auf, und ab und zu läuft auch mal ein stolzer Chilene in Poncho und dem typischen breitkrampigen Hut vorbei- in den Schulen wird schon fleißig Cueca, der chilenische Nationaltanz, geübt, also darf die Tracht natürlich nicht fehlen.
Eigentlich sollte ich für den 18. September eine ganze Woche Ferien haben, was natürlich auch keine Schande gewesen wäre..;) Aaaaber leider war die Leitung des Kindergartens dann so nett, die Ferien einfach mal abzusagen. Was bleibt, ist trotzdem ein langes Wochenende (Freitag bis Montag sind frei), an dem ich mit Martin zusammen in den Süden fahre, nach Puerto Montt, zu seiner Familie. Der gute alte Süden also, mit der sauberen Luft, dem vielen Grün und den Tonnen von Regen, also so wie ich Chile am Anfang kennengelernt habe- das totale Gegenteil zum riesigen und seeehr betonlastigen Santiago. Ich freu mich sehr auf die kleinen Ferien ;) Viele Grüße!
Alena
noch einige neue Fotos aus dem Kindergarten:
ich lasse mal wieder was von mir hören- mit einem etwas schlechten Gewissen, mich eine ganze Weile gar nicht hier gemeldet zu haben. Seitdem ich 100% im Kindergarten eingebunden bin und jeden Tag bis 16.30 oder 17 Uhr dort bleibe, wird die Zeit etwas knapp... Nach dem anstrengenden Kindergartentag gibt es immer etwas zu tun- Martin treffen, etwas mit anderen Freunden hier unternehmen oder Santiago ein bisschen besser entdecken- und danach falle ich meistens vollkommen müde ins Bett.
Also nutze ich jetzt mal einen kleinen Moment, den ich hier zu Hause sitze, um mich zurückzumelden. Hier geht es jetzt langsam auf den 18. September zu, den chilenischen Nationalfeiertag- dieses Jahr sogar ein ganz besonderer : Chile feiert 200 Jahr Unabhängigkeit..Und zwar ordentlich. Nach und nach taucht an jedem Haus und an jeder offiziellen Einrichtung (egal ob Schule, Bürogebäude oder Supermarkt) eine Flagge (oder auch gerne mal 50 Flaggen) auf, und ab und zu läuft auch mal ein stolzer Chilene in Poncho und dem typischen breitkrampigen Hut vorbei- in den Schulen wird schon fleißig Cueca, der chilenische Nationaltanz, geübt, also darf die Tracht natürlich nicht fehlen.
Eigentlich sollte ich für den 18. September eine ganze Woche Ferien haben, was natürlich auch keine Schande gewesen wäre..;) Aaaaber leider war die Leitung des Kindergartens dann so nett, die Ferien einfach mal abzusagen. Was bleibt, ist trotzdem ein langes Wochenende (Freitag bis Montag sind frei), an dem ich mit Martin zusammen in den Süden fahre, nach Puerto Montt, zu seiner Familie. Der gute alte Süden also, mit der sauberen Luft, dem vielen Grün und den Tonnen von Regen, also so wie ich Chile am Anfang kennengelernt habe- das totale Gegenteil zum riesigen und seeehr betonlastigen Santiago. Ich freu mich sehr auf die kleinen Ferien ;) Viele Grüße!
Alena
noch einige neue Fotos aus dem Kindergarten:
Montag, 30. August 2010
Hola!
Obwohl es eigentlich keine großen Neuigkeiten gibt, wollte ich mich mal wieder auf meinem Blog zurückmelden. Stück für Stück komme ich immer mehr in meinen Alltag hier in dieser Riesenstadt mit der schlechtesten Luft die ich je geatmet hab (heute war es echt übel, an so feuchtkalten Tagen wie heute hat man echt das Gefühl dass die Abgase der ganzen Stadt in einer Dunstglocke über den Straßen hängen und man sie durchgehend einatmet, ich hatte echt keine Lust nach der Arbeit nochmal nach draußen zu gehen).
Die Arbeit im Kindergarten ist ziemlich erfüllend- mal lustig, mal schön, aber auch mal sehr anstrengend, zum Beispiel wenn die Kinder einfach nicht wahrhaben wollen, dass die "Steine im Kindergarten nicht fliegen", sondern auf dem Boden liegenbleiben... Schöne Erfahrungen sind dagegen, wenn man von Kindern morgens ganz freudig begrüßt wird oder wenn sie einem ganz selig die Babyschnecke zeigen, die sie gefunden haben und die in dem Moment dann das allergrößte ist (dann kommts auch schonmal vor, dass für die Schnecke so eine Fürsorge betrieben wird, dass sie im Badezimmer mit Seife gewaschen wird- da muss man die Motivation manchmal auch etwas bremsen...)
In der Zeit, die so übrig bleibt, gibts in Santiago eigentlich immer irgendwas zu tun, zum einen bin ich gerade dabei, ein Gefühl dafür zu bekommen wo was ist und in welchen Stadtteilen ich mich im Dunkeln besser nicht allein herumtreiben sollte und zum andern ist es schön, meine Freunde hier alle nach und nach wiederzusehen und auch Zeit mit Martin (meinem Freund, falls ihn jemand nicht kennen sollte) zu verbringen.
Die Stadt ist für mich zwar zu großen Teilen immer noch fremd, aber was mich bis jetzt am meisten beeindruckt und auch geschockt hat sind die riesigen Unterschiede und krassen Gegensätze zwischen Arm und Reich, zwischen extrem modernen Malls und Hauptstraßen mit Videoleinwänden und dann den unbefestigten und dreckigen Straßen in den ärmeren Stadtteilen, wo immer 1000 Hunde auf der Straße herumlaufen und wo die Menschen unter einfachsten Verhältnissen leben. Diese Gegensätze und riesigen sozialen Unterschiede erlebe ich jetzt zum ersten Mal so extrem, besonders weil ich während meiner bisherigen Zeit in Chile in einer Provinzstadt gelebt habe, in der sich die Menschen der verschiedenen sozialen Schichten einfach im Alltag vermischen. Die Grenzen zwischen armen und reichen Vierteln sind hier in Santiago aber, anders als in kleineren Städten, auch Grenzen zwischen den Menschen, da viele ihre Bereiche nur selten verlassen müssen- jeder Stadtteil hat seine eigenen Schulen, Supermärkte, seine eigene Mall und seinen eigenen Busfahrplan- wie kleine Städte, die manchmal echt vollkommen verschieden sind, auch wenn sie aneinander grenzen.
Ich sollte mich jetzt mal schlafen legen, morgen wartet mein erster langer Arbeitstag auf mich (8.00-16.30)- so wird es bald immer sein, wenn die beiden anderen Freiwilligen, Judith und Paul, zurück nach Deutschland gehen... Viele liebe Grüße in die Heimat! Alena
gestern, als mich Daniel, der Freiwilliger in Limache ist (einem Dorf ca. 2 Std von Santiago entfernt), besucht hat- auf dem Cerro Santa Lucia, einem der "Aussichtshügel" mitten in Santiago
der jetzt wohl bekannteste Zettel Chiles: patriotische Partystimmung (so kann mans vielleicht nennen) zu Ehren der eingeschlossenen Minenarbeiter im Norden
...auch das ist Santiago, auf einmal ein kleiner Pferdewagen mitten auf der 3spurigen Hauptstraße in der Stadt (und ich bin die einzige die sich wundert)
Obwohl es eigentlich keine großen Neuigkeiten gibt, wollte ich mich mal wieder auf meinem Blog zurückmelden. Stück für Stück komme ich immer mehr in meinen Alltag hier in dieser Riesenstadt mit der schlechtesten Luft die ich je geatmet hab (heute war es echt übel, an so feuchtkalten Tagen wie heute hat man echt das Gefühl dass die Abgase der ganzen Stadt in einer Dunstglocke über den Straßen hängen und man sie durchgehend einatmet, ich hatte echt keine Lust nach der Arbeit nochmal nach draußen zu gehen).
Die Arbeit im Kindergarten ist ziemlich erfüllend- mal lustig, mal schön, aber auch mal sehr anstrengend, zum Beispiel wenn die Kinder einfach nicht wahrhaben wollen, dass die "Steine im Kindergarten nicht fliegen", sondern auf dem Boden liegenbleiben... Schöne Erfahrungen sind dagegen, wenn man von Kindern morgens ganz freudig begrüßt wird oder wenn sie einem ganz selig die Babyschnecke zeigen, die sie gefunden haben und die in dem Moment dann das allergrößte ist (dann kommts auch schonmal vor, dass für die Schnecke so eine Fürsorge betrieben wird, dass sie im Badezimmer mit Seife gewaschen wird- da muss man die Motivation manchmal auch etwas bremsen...)
In der Zeit, die so übrig bleibt, gibts in Santiago eigentlich immer irgendwas zu tun, zum einen bin ich gerade dabei, ein Gefühl dafür zu bekommen wo was ist und in welchen Stadtteilen ich mich im Dunkeln besser nicht allein herumtreiben sollte und zum andern ist es schön, meine Freunde hier alle nach und nach wiederzusehen und auch Zeit mit Martin (meinem Freund, falls ihn jemand nicht kennen sollte) zu verbringen.
Die Stadt ist für mich zwar zu großen Teilen immer noch fremd, aber was mich bis jetzt am meisten beeindruckt und auch geschockt hat sind die riesigen Unterschiede und krassen Gegensätze zwischen Arm und Reich, zwischen extrem modernen Malls und Hauptstraßen mit Videoleinwänden und dann den unbefestigten und dreckigen Straßen in den ärmeren Stadtteilen, wo immer 1000 Hunde auf der Straße herumlaufen und wo die Menschen unter einfachsten Verhältnissen leben. Diese Gegensätze und riesigen sozialen Unterschiede erlebe ich jetzt zum ersten Mal so extrem, besonders weil ich während meiner bisherigen Zeit in Chile in einer Provinzstadt gelebt habe, in der sich die Menschen der verschiedenen sozialen Schichten einfach im Alltag vermischen. Die Grenzen zwischen armen und reichen Vierteln sind hier in Santiago aber, anders als in kleineren Städten, auch Grenzen zwischen den Menschen, da viele ihre Bereiche nur selten verlassen müssen- jeder Stadtteil hat seine eigenen Schulen, Supermärkte, seine eigene Mall und seinen eigenen Busfahrplan- wie kleine Städte, die manchmal echt vollkommen verschieden sind, auch wenn sie aneinander grenzen.
Ich sollte mich jetzt mal schlafen legen, morgen wartet mein erster langer Arbeitstag auf mich (8.00-16.30)- so wird es bald immer sein, wenn die beiden anderen Freiwilligen, Judith und Paul, zurück nach Deutschland gehen... Viele liebe Grüße in die Heimat! Alena
gestern, als mich Daniel, der Freiwilliger in Limache ist (einem Dorf ca. 2 Std von Santiago entfernt), besucht hat- auf dem Cerro Santa Lucia, einem der "Aussichtshügel" mitten in Santiago
der jetzt wohl bekannteste Zettel Chiles: patriotische Partystimmung (so kann mans vielleicht nennen) zu Ehren der eingeschlossenen Minenarbeiter im Norden
...auch das ist Santiago, auf einmal ein kleiner Pferdewagen mitten auf der 3spurigen Hauptstraße in der Stadt (und ich bin die einzige die sich wundert)
Dienstag, 24. August 2010
Fotitos!
...wie versprochen, ein paar "visuelle Eindrücke" aus Santiago:
Ausflug in den Park- und erste Anzeichen des chilenischen Frühlings
Micaela und María Jose.
Mein -vorübergehendes- Zuhause
neue Wegbegleiterin und wandelnde Heizung: die Katze meiner Gastmutter!
- neue Fotos und Berichte folgen so bald wie möglich. Liebe Grüße an alle, die meinen Blog verfolgen! (und danke an Paul für die Kindergartenfotos)
Alena
Ausflug in den Park- und erste Anzeichen des chilenischen Frühlings
Micaela und María Jose.
Mein -vorübergehendes- Zuhause
neue Wegbegleiterin und wandelnde Heizung: die Katze meiner Gastmutter!
- neue Fotos und Berichte folgen so bald wie möglich. Liebe Grüße an alle, die meinen Blog verfolgen! (und danke an Paul für die Kindergartenfotos)
Alena
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